Der aktuelle Bußgeldkatalog

13.12.2023

Bereits im November 2021 trat ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft, der die Bußgelder und weitere Strafen nochmals verschärft hat. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, insbesondere für Radfahrer und Fußgänger. Die neuen Regelungen umfassen höhere Bußgelder und strengere Strafen für verschiedene Verkehrsverstöße. Hier ein Überblick über die wichtigsten Änderungen:

Parken und Halten

Verstöße gegen Park- und Haltevorschriften, insbesondere das Parken auf Geh- und Radwegen sowie das Halten auf Schutzstreifen, werden nun härter bestraft. Die Bußgelder können bis zu 110 Euro betragen. Bei schwerwiegenderen Verstößen, die andere Verkehrsteilnehmer behindern oder gefährden, kommt zusätzlich ein Punkt im Fahreignungsregister hinzu.

Zudem wurden die Geldbußen für das unberechtigte Parken auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz, auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge oder einem Parkplatz für Carsharing-Fahrzeuge auf 55 € erhöht.

Rettungsgasse

Die Missachtung der Vorschriften zur Bildung einer Rettungsgasse oder deren unerlaubte Nutzung wird streng geahndet. Die Bußgelder liegen zwischen 200 und 320 Euro, zuzüglich eines Monats Fahrverbots und der Eintragung von zwei Punkten im Fahreignungsregister.

Sonstige Regelverstöße

Weitere Verstöße, wie die unzulässige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge oder das sogenannte Auto-Posing (unnötiger Lärm und Abgasbelästigung), werden mit Bußgeldern bis zu 100 Euro belegt. Für rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen in geschlossenen Ortschaften ist Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben; Zuwiderhandlungen führen zu einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister.

Wichtig: Zahlen Sie nicht vorschnell und Prüfen Sie, ob sich ein Einspruch lohnt. Wir beraten Sie gerne dazu.